Paul Parin über Macht

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aus Juni Gespräch Teil 1, Tagi-Magi vom 30.05.2009

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Ich suchte in der psychoanalytischen Theorie der Triebe nach Gründen für jenes Suchtverhalten der Politiker und Manager, denen Macht rätselhafterweise wichtiger wird als alles im Leben: als Liebe, Freundschaft und dergleichen. Sie wirken dann auf der einen Seite wie Heroinsüchtige, auf der anderen wie Geisteskranke, die ausser ihrem Wahn gar nichts zur Kenntnis nehmen können.

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Mir schwebt eine Institution vor, die den Mächtigen wieder die Macht entzieht. Uns alle quasi als Passivraucher vor ihnen schützt. Eine solche Plattform zu bilden, wäre die Aufgabe der Medien, aber die sind ja nach demselben Stoff süchtig.

 

Paul Parin, 20.09.1916 bis 18.05.2009
Psychoanalytiker, für seine Forschung wurde er mit dem Internationalen Sigmund-Freud-Preis ausgezeichnet, für sein literarisches Werk mit dem Erich-Fried-Preis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Parin

http://www.paul-parin.info/