04.-05.07.2014: Wildhorn

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Hochtour im Rahmen von B+S

Leitung und Organisation: Hansueli Dubach

Teilnehmer

  • Philipp
  • Richi
  • Reini
  • Susanne
  • Sonja
  • Sandor
  • Daniel
  • Peter
  • (Luk hört den Wecker nicht und bleibt folglich zu Hause!)

Freitag, 04.07.2014

  • Die lange Anreise beginnt um 05:58 in Winterthur, in Gstaad überbrücken wir die Wartezeit aufs Poschti mit einem Kaffee. Wir treffen schliesslich um 10:30 am Lauenensee ein.
  • vom viel besungenen Lauenensee sehen wir nicht viel, bzw. nichts, da wir unverzüglich den Aufstieg Richtung Geltenhütte in Angriff nehmen. Wir trauen nämlich dem Wetter nicht und möchten bei einem allfälligen Gewitter möglichst schnell in die Hütte gelangen. Trotz dieser leicht angespannten Ausgangslage schlagen wir ein gemütliches Tempo ein.
  • Da das Schmelzwasser des Wildhorngebietes nicht gefasst und abgeleitet wird, präsentieren sich die Bäche hier in urtümlicher Gewalt. Dies trifft auch auf den weitehrum sichtbaren Geltenschuss zu.
  • Noch vor 13.00 treffen wir in der gemütlichen Geltenhütte ein. Die einen vertreiben sich die Zeit bei Lektüre und einem Imbiss, andere genehmigen sich ein Nickerchen.
  • Um 14:00 begeben wir uns auf das Bödeli "Inneri Gälte". Aufgrund des böigen Föhnwindes halten wir etwas Distanz zum stiebenden Wasserfall.
  • Wir üben uns im Anseilen und stellen die vier Seilschaften für morgen zusammen:
    • Richi mit Sonja und Susanne
    • Reini mit Daniel
    • Philipp mit Sandor
    • ich und Peter
  • Ich gebe noch einige Infos zum Bartgeier ab, der sich hier auch schon gezeigt hatte.
  • Dann erkunden wir den ersten Teil unserer morgigen Tour bis zum Eingang des Rottal (Punkt 2057).
  • Es bleibt trocken und föhnig
  • Wir geniessen den Apéro mit einem feinen Plättli in der Hütte
  • Vor dem Znacht gibt's dann noch ein Bier auf der Terrasse, wo drei ältere Herren von Swisscom den WM-Match Frankreich - Deutschland (0:1) auf ihren Gadgets verfolgen.
  • Nach dem feinen Nachtessen sind wir schon bald alle in den Kojen.

Samstag, 05.07.2014

  • Um 05:00 checke ich zusammen mit dem Hüttenwart das Wetter - es ist immer noch föhnig und folglich trocken, auf dem Niedrschlagsradar erkennt man eine Störung, welche sich aus Westen nähert und in 2-3h unsere Route kreuzen könnte. Da wir bis zu diesem Zeitpunkt noch gut umkehren oder auf das alternative Ziel Geltenhorn könnten, entscheide ich, dass die Tour durchgeführt wird.
  • Schon bald sitzen wir alle beim Frühstück und um 06:00 brechen wir auf.
  • im Rottal sehen wir sehr viele Salmander, diese zeigen sich ja praktisch auschliesslich bei Regen oder kurz davor ...
  • Tatsächlich beginnt es dann im steilen Aufstieg leicht zu nieseln.
  • Auf etwa 2360m hätten wir eigentlich den Bach queren und in die Flanke des Geltenhorns einsteigen müssen. Diesen Punkt verpassen wir klar - wir wechseln erst auf etwa 2500m auf die andere Talseite. Es folgt daher eine etwas längere, glücklicherweise auch einfache Traversierung über den Geltengletscher (guter Trittschnee, kein Höhenverlust)
  • Schliesslich erreichen wir um ca. 09:30 im Nebel die Geltenlücke (2753m). Nach einer kurzen Rast montieren wir hier die Steigeisen.
  • Richi übernimmt die Leitung und führt uns problemlos zum gelben Turm (ca. 3000m)
  • Zwischendurch reisst der Nebel immer wieder etwas auf und wir sehen ins Tal bis nach Gstaad.
  • In die erste Schlüsselstelle legen Richi und Reini ein Seil. In Erinnerung bleiben hier sicherlich Reini's ermutigende Worte an uns: "Hebed eu nöd z'fescht am Seil, ich bi nöd sicher öb's hebed!"
  • Über ein Band (heikel, wenn nass) gelangen wir zur zweiten Schlüsselstelle. Neben einigen grossen Blöcken gibt es hier auch ein kleines Eisfeld zu bewältigen.
  • Schliesslich erreichen wir den Grat und bald darauf stehen wir kurz nach 12:00 auf dem Gipfel.
  • Die Aussicht präsentiert sich verhalten - immerhin sieht man bis Sierre und Sion. Auch ist zeitweise die erste Hügelkette südlich der Rhone sichtbar.
  • Nach einer ausgiebigen Pause beginnt der 3-Gletscher-Tippel (angeseilt, ohne Steigeisen) - zuerst auf dem Glacier du Wildhorn, dann lückenlos auf dem Glacier de Téné und nach einer kurzen Passage über Fels auf dem Chilchligletscher.
  • Um 14:00 treffen wir unterhalb des Schnidejoch auf den Wanderweg. Ich informiere kurz über die jungsteinzeitlichen Funde am Schnidejoch
  • Es folgt der gemütliche Abstieg zur Wildhornhütte, welche trotz Umbau bewartet ist (Ankunft ca. 15:00).
  • Philipp und Reini verabschieden sich, da sie auf das frühere Postauto wollen
  • Wir genehmigen uns eine gute Pause und machen uns dann auch auf den Weg zur Iffigenalp, wo es noch für ein wohlverdientes Bier reicht, bevor wir um 17:00 die Heimreise antreten.

zu den Fotos (alle Fotos sind von Richi)

zu den Fotos von Reini

Route Geltenhütte - Wildhorn - Iffigalp

Profil

DT20140705 Wildhorn Profil

Statistik Samstag

Strecke: 17,250 km

rauf: 1500 Hm

runter: 2000 Hm

Zeit: 11h (incl. Pausen)

 


 Ausgeschrieben hatte ich diese Tour übrigens folgendermassen:

1. Tag: Lauenensee - Wildhornhütte
2. Tag: Wildhornhütte - Wildhorn - Geltenhütte – Lauenensee und Heimreise

Als ich dann in der Wildhornhütte reservieren wollte, war dies nicht möglich, da die Hütte umgebaut wird. Uns blieb also nichts anderes übrig, als das Wildhorn von der Geltenhütte her in Angriff zu nehmen. Im Nachhinein sind sich alle Beteiligten einig, dass dadurch der Aufstieg sehr viel abwechslungsreicher und interessanter, der Abstieg viel einfacher und schneller wurde. Wir alle würden die Tour wieder so rum durchführen.