Eine happige Route steht an: zunächst zum Collado de Añisclo (2453m, bzw. 1210Hm), dann 700Hm runter zum Refugio de Fuen Blanca, eine Stall-ähnliche Notunterkunft. Falls dort noch genug "Pfuus" vorhanden ist und das Wetter mitspielt, geht's wieder hoch zur Collado de Arrablo (2343m, bzw.650Hm).
Egal, wo wir landen, es wird campiert.
Schon wenige Meter nach dem Start steht die erste Herausforderung an: um 4km Weg zur einer Brücke zu sparen, durchwaten wir den Rio Cinca in Jogging-Schuhen. Dannach wird das nasse Schuhwerk an den Rucksack gehängt und weiter geht's in Bergschuhen - und zwar sehr gemächlich, aber constant - nach 5 h sind die 1200Hm geschafft - der schweisstreibende Aufstieg war der Preis für fantastische Ausblicke auf die riesiegen Talkessel, auf Edelweiss, ein Bartgeier, der ca. 50m entfernt von uns vorbeigleitete, gigantische Felsformationen und Wasserfälle.
Eloy hat den Pass kurz vor uns erreicht, wir pausieren gemeinsam. Er ist schneller unterwegs wie wir und wir sehen ihn schon bald nicht mehr. Nachdem wir uns bisher gewundert haben, dass wir bisher nur wenige Schafe, Geissen und Kühe gesehen haben, weidet ein grosse Schafherde neben unserem Weg.
Um 15:00 erreichen wir das Refugio de Fuen Blanca, sieht von aussen zwar gemütlich aus, ist aber wirklich nur als Notunterkunft zu gebrauchen.
Ich fühle mich 1250Hm Auf- und 700Hm Abstieg fit genug für den Aufstieg Richtung Collado de Arrablo.
Unterwegs treffen wir Eloy, der sein Zelt schon aufgestellt hat. Wir ziehen noch etwas weiter und finden 100Hm unter dem Sattel einen idealen Zeltplatz (Neigung, Bach). Beim Aufstellen bemerken wir, dass wir keine Heringe dabei haben - wir behelfen uns mit Steinanker.
Es folgt ein kühles Bad am Bach, Kochen (Instant-Curry-Nudelsuppe). Philipp hat auch noch zwei Dosen Bier hierher geschleppt, so dass es uns an nichts fehlt. Mit einem feinen Etter-Wiliams lassen wir den Tag ausklingen.

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zur Route (11,5km, 1760Hm rauf, 770Hm runter, 11h)