Desayuno gibt's ab 06:45 - wir sind praktisch schon startklar, wir wollen früh los, da wir uns eine happige Strecke vorgenommen haben: 24km, knapp 1000Hm rauf, rund 1100Hm runter.
Auf einem Bergpfad steigen wir ab zum Campingplatz, auf dem noch nicht viel los ist. Wir haben hier nun schon viele riesige Zeltplätze passiert. Offenbar flüchten die Spanier von der Hitze des Tieflandes in die Berge. Wir machen zwei Typen von Campingplätzen aus:

  1. klassische, wie wir sie bei und kennen mit viel Infrastruktur (Restaurant, Shop etc.)
  2. very basic, nur mit sanitären Anlagen und allenfalls einer einfachen Esshalle., auf diesen werden offenbar Ferienlager durchgeführt, wir haben nun schon einige gesehen, auf welchen sich Gruppen von 20-50 Campern mit grossen Zelten installiert haben.

Nächste Woche beginnenin Spanien die grossen Ferien, ein Zeltplatz den wir zwecks Übernachtungsmöglichkeit checken ist bis August zu 100% ausgebucht - wir sind gespannt auf die weitere Planung.

Auf einem Schottersträsslein laufen wir in flottem Tempo talauswärts, nach ca. 4km, bzw 200Hm Abstieg biegen wir rechts ab in eine Talflanke - für die nächsten 3 h sind wir im Aufstieg zum Collado de Padinos (2250m). Über riesige Weiden, vorbei an verlassenen und grösstenteils aufgegebene Ställen gewinnen wir stetig am Höhe. Wir sind erstaunt, dass diese Flächen nicht (mehr) genutzt werden - wir sehen jedenfalls keine Kühe, keine Geissen und auch keine Schafe. - und doch viele vertrocknete Kuhfladen.

Auf dem Sattel machen wir Pause und geniessen bei schönstem Wetter die tolle Aussicht.
Es folgt ein langer Abstieg, auf welchem wir uns mal kurz verlaufen und uns durch stachelige Wachholderbüsche zurück zum Wanderweg kämpfen müssen.
Durch Schatten spendende, endlose Föhrenwälder führt unser Weg schliesslich nach Bielsa, wo wir kurz vor 16:00 eintreffen.
Auf der ganzen Tour sahen wir 4 Biker, 1 Bauer, 4 Leute auf einer Alp und kurz vor Bielsa ein Trailrunner - ein wirklich einsam, verlassenes Tal.
Am Plaza major finden wir ein offenes Restaurant ;-)  nach dem wohlverdienten Bier, decken wir uns noch mit Brot, Käse, Fleisch und Früchten ein und beziehen unser Appartement. Duschen, Wäsche waschen und EM-Match Spanien - Deutschland schauen, dazwischen Berichte schreiben und publizieren.
Um 20:00 geniessen wir in der nahen Pizzeria ein feines Nachtessen.
Dannach ziehen wir uns wieder in unser Appartement zurück und schauen den EM-Match Portugal - Frankreich. Draussen entlädt sich ein stattliches Gewitter und pötzlich ist's vorbei mit Internet und TV.
Wir sind beide zu müde, um die Verlängerung und das anschliessende Penaltyschiessen zu verfolgen - buonas noches!

zu den Fotos

zur Route (24km, 870Hm rauf, 1560Hm runter, 10h)